Im Juli waren die Blumenwiesen im Burgers' Zoo voll von blühenden Pflanzen. Das ist nicht nur ein schöner Anblick, sondern auch gut für die Artenvielfalt. Vor ein paar Jahren haben wir die Wiesen mit einer einjährigen Ackermischung eingesät, um schnelle Ergebnisse zu erzielen. Letztes Jahr wurde die Wiese neben dem Mangroven-Öko-Display mit einer mehrjährigen Bienenmischung neu eingesät.
Wie der Name vermuten lässt, durchlaufen einjährige Pflanzen ihren Lebenszyklus von der Keimung bis zum Absterben innerhalb eines Jahres. Da einjährige Pflanzen also eine relativ kurze Zeitspanne haben, um sich fortzupflanzen, handelt es sich im Allgemeinen um Pflanzen mit vielen Blüten und vielen Samen. Innerhalb dieser Gruppe gibt es Pflanzen, die im Frühjahr Samen bilden und im Spätsommer desselben Jahres blühen. Andere einjährige Pflanzen bilden im Herbst Samen aus, um im Frühjahr oder Sommer des darauffolgenden Jahres zu blühen.
Mehrjährige Pflanzen leben länger als ein Jahr. Da sie sich über mehrere Jahre hinweg fortpflanzen können, haben diese Pflanzen während der Blütezeit weniger Blüten oder blühen kürzer als einjährige Pflanzen. Mehrjährige einheimische Pflanzen überleben zudem den Winter. Zwar stirbt die Pflanze oberirdisch meist ab, das Wurzelsystem bleibt jedoch intakt.
Blühende Pflanzen sind für die biologische Vielfalt sowohl unter als auch über der Erde sehr wichtig. Unterirdisch geht es vor allem um die Wechselwirkung mit Mikroorganismen, die der Pflanze Nährstoffe liefern und selbst von ihr profitieren. Ein fruchtbarer Boden beherbergt zudem Spinnen, Würmer, Asseln, Maulwürfe und Mäuse. Viele dieser Tiere sind ebenfalls auf Pflanzen als Nahrungsquelle angewiesen. Wenn verstorbene Tiere verwesen, liefern sie dem Boden wiederum Wachstumsstoffe für die Pflanzen. Pflanzen spielen also eine wichtige Rolle im Nahrungskreislauf des Bodens. Und wenn im Boden alles stimmt, können die Pflanzen auch oberirdisch gedeihen. Viele Tierarten sind auf blühende Pflanzen angewiesen. Zahlreiche Insekten wie Schmetterlinge, Bienen, Hummeln, Käfer und Schwebfliegen ernähren sich von Pollen und/oder Nektar und befruchten die Blüten bei der Nahrungssuche. Die Larven der Insekten leben unter anderem von Blättern und Blüten und finden auf der Pflanze Unterschlupf. Insekten und ihre Larven wie auch Würmer sind wiederum Nahrung für kleine Säugetiere, Reptilien und Vögel, die ihrerseits Nahrung für größere Säugetiere und Raubvögel bieten. Selbst abgestorbene Pflanzen dienen als Nahrung für Mikroorganismen. Pflanzen haben also auch im oberirdischen Nahrungskreislauf eine zentrale Bedeutung.
Die Blumenwiesen befinden sich neben Burgers‘ Mangrove und gegenüber der Maki-Insel. Alle Pflanzen, die auf den Blumenwiesen gesät wurden, sind einheimisch. Unter einheimischen Pflanzen verstehen wir Pflanzen, die sich nach der letzten Eiszeit hier in den Niederlanden angesiedelt und an die vorherrschenden Lebensbedingungen angepasst haben. Man könnte also sagen, dass die Blüte- und Wachstumszeiten genetisch festgelegt sind und mit den Zeiten übereinstimmen, in denen Insekten Nahrung benötigen, die wiederum Nahrung für z.B. junge Vögel sind. Die Saatgutmischung, wir im Burgers‘ Zoo verwenden, enthält unter anderem Rote Lichtnelke, Färberwaid, Kornblume, Wiesenklee, Klatschmohn, Echte Strandkamille, Knoblauchsrauke, Gemeine Ochsenzunge und Margerite.
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